Bauanleitung für ein Blas/Rufhorn

Zuerst sägt man von einem unbehandelten Horn mit einer Puk- oder Metallsäge die Spitze vom Horn ab. Je feiner die Sägezähne sind, desto angenehmer ist hinterher das Mundstück.
Die Spitze sollte so abgesägt werden, dass man eine Fläche von ca. 2,5 bis 3 cm Durchmesser am Mundstück erhält. Einen 8 mm Bohrer in der Mitte ansetzen und durch das Horn bohren bis man in den Innenraum gelangt ist.
Nun kann man das Loch - nach eigenem Empfinden - mit einem 10er, 12er oder 15er Bohrer erweitern.
Dem Horn lassen sich nun schon die ersten Töne entlocken. Das Bohrloch und die Sägestelle sollten nun mit Schleifpapier und einem Teppichmesser entgratet werden.
Mit 280er Schleifpapier die Sägespuren aus dem Mundstück schleifen, mit 400er und 600er nachschleifen und mit einem Schleiffließ (extra fein) die Arbeit abschließen.
Das Horn zum blasen seitlich an den Mund setzen. Sie können auch das Loch einfach seitlich ins Horn bohren. Vorher sollte man jedoch mit einem Draht ausmessen wo der Hohlraum beginnt und dann etwas höher bohren.
Der Lochdurchmesser kann wie gesagt nach eigenem Empfinden gewählt werden. Es empfiehlt sich jedoch ein Durchmesser von mindestens 15 mm, damit die Lippen genügend Platz zum Vibrieren haben.
Je nach Größe des Mundstücks, der Form und des Volumens des Horns entsteht beim Spielen ein laut vibrierender und ersiger Ton.

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Hier eine kleine Anleitung wie man ein Horn bläst

Das Horn wird ähnlich gespielt wie das Didgeridoo der nordaustralischen Aborigines. Es wird also durch das Blasen in das Horn eine Luftsäule geschaffen, die durch die vibrierenden Lippen des Spielers in Schwingungen versetzt wird. Um nun die ersten Töne dem Horn entlocken zu können, empfiehlt es sich die Lippen vorab ein wenig zu lockern und zu entspannen. Dazu legt man die Lippen leicht aufeinander und vollzieht durch das Ablassen von Luft ein Geräusch, welches mit dem Schnauben von Pferden oder mit "unanständigen Geräuschen" vergleichbar ist. Mit der Zeit sollte man den Druck der Lippen aufeinander ein wenig erhöhen, da ein leichter Druck - also leicht zusammengepresste Lippen - das Spielen auf dem Horn erheblich erleichtert. Das Spielen des Horns ist also nur bedingt mit dem Spielen einer Trompete, einer Posaune oder ähnlichen Instrumenten vergleichbar. Generell gilt jedoch: Lange Hörner mit einem großen Volumen erzeugen einen tieferen Grundton, als kleinere Hörner mit einem geringeren Volumen. Man kann jede der genannten Möglichkeiten verwenden um mit einem Horn zu musizieren, sehr alt (und genauso modern) sind sie alle. Für ein Signalinstrument genügt irgendein möglichst lauter und durchdringender Ton. Um einfache - meist "schräg" klingende - Melodien alleine zu spielen, müssen Grifflöcher in das Horn gebohrt werden, bzw. die Blastechnik wie z. B. beim ventillosen Jagdhorn muß beherrscht werden, womit allerdings nur Intervalle aber keine Tonleitern gespielt werden können. Um gemeinsam mit anderen spielen zu können, muß das Instrument in einer bestimmten Tonart und in genau festgelegter Anzahl von Schwingungen/Sekunde gestimmt werden. Letzteres für Anfänger fast unmöglich. Ein Signalhorn wird vorzugsweise mit einem Mundstück wie bei einer Trompete (vergl. Fanfare) gespielt. Die anderen Varianten ergeben meist zartere Töne.